MOMent
Kleine Auszeiten. Für deinen echten Alltag.
Ein App-Konzept für Mütter, die im vollen Alltag wieder bewusster Zeit für sich und mit ihrem Kind erleben möchten.
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- Disziplinen
- Brand Identity · UI/UX · App-Konzept
- Rolle
- Konzept · Branding · UI Design
- Projektart
- Eigenes Konzeptprojekt · interaktiver Prototyp
- Jahr
- 2026
Ich bin da. Im Kopf aber schon bei der nächsten Aufgabe.
Die Idee entstand aus meinem eigenen Alltag. Als Mama, die Vollzeit arbeitet, habe ich oft das Gefühl, kaum Zeit für mich zu haben. Gleichzeitig merke ich, dass ich auch die Zeit mit meinem Kind nicht immer so bewusst genießen kann, wie ich es mir wünsche.
Ich wollte lernen, diese kleinen Momente wieder wahrzunehmen. Dazu gehört für mich auch, Me-Time ohne schlechtes Gewissen zuzulassen.
Genauso wichtig ist mir die gemeinsame Zeit: Wenn ich mit meinem Kind allein bin und kurz runterfahren möchte, wünsche ich mir eine einfache Idee, die wir zusammen umsetzen können. Ohne erst lange zu suchen oder zu überlegen, was gerade passen könnte.
Aus diesem Wunsch entstand MOMent. Die App soll dabei helfen, aus einem vorhandenen Zeitfenster eine bewusste kleine Auszeit zu machen — allein oder mit dem Kind.
Anspruch an die Gestaltung
Wie unterstützt eine App im Alltag, wenn schon ihre Bedienung wenig verlangen soll?
Mir war wichtig, dass die Nutzung nicht zusätzlichen Stress auslöst. Die Oberfläche sollte verständlich führen und einen schnellen Einstieg ermöglichen. Daraus wurden vier Leitgedanken.
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01
Wenige Entscheidungen
Der Weg zu einem Vorschlag besteht aus wenigen Schritten mit klaren Antworten. Auch „Ich weiß es nicht genau“ ist eine gültige Angabe.
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02
Passend zur Situation
Ein Vorschlag muss unter den aktuellen Bedingungen umsetzbar sein — kurz allein, mit Kind, unterwegs oder bei der Arbeit.
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03
Allein und gemeinsam
Zeit für mich und bewusst erlebte Zeit mit meinem Kind stehen gleichwertig nebeneinander. Das Kind ist kein Hindernis für eine Auszeit.
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04
Unterbrechungen einplanen
Unterbrechungen gehören für mich zu diesem Alltag. Deshalb sind sie ein eigener Teil der Benutzerführung und kein Fehlerfall.
Der zentrale Ablauf
Erst die Situation. Dann der Vorschlag.
Der Weg zu einem MOMent beginnt nicht mit einer Liste von Übungen, sondern mit der Frage, was gerade überhaupt möglich ist.
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01 Situation
Was ist gerade möglich?
Kurz für mich, mein Kind ist bei mir, unterwegs oder bei der Arbeit. Diese Angabe entscheidet, was später überhaupt vorgeschlagen werden darf.
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02 Bedürfnis
Was brauchst du gerade?
Ruhe, Kopf frei, Bewegung, Draußen, Pflege oder Kreativität. Mehrfachauswahl ist möglich, damit niemand sich für eine einzige Richtung entscheiden muss.
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03 Zeit
Wie viel Zeit hast du gerade?
Von einer bis zwanzig Minuten — und „Ich weiß es nicht genau“ als gleichwertige Antwort. Dazu der Schalter, ob der MOMent jederzeit unterbrechbar sein muss.
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04 Vorschlag
Das könnte gerade passen.
Wenige Vorschläge statt einer Bibliothek. Die Auswahl steht als Merkzeile darüber und lässt sich in einem Schritt ändern.




Die Situation steht vor dem Bedürfnis. Wenn mein Kind bei mir ist, soll gar nicht erst etwas vorgeschlagen werden, das allein Ruhe voraussetzt.
Optionaler Einstieg
Die App darf den Alltag kennenlernen — muss aber nicht.
Ein persönliches Setup ergänzt Angaben zu Arbeit, Kindern und eigenen Schwerpunkten. Es lässt sich überspringen und später anpassen. So bleibt der Einstieg auch ohne ausführliche Angaben möglich.


Wenn der Alltag dazwischenkommt.
Ein laufender MOMent kann pausiert, später fortgesetzt oder für heute beendet werden. Damit greift der Ablauf den Gedanken auf, dass schon ein kurzer Moment Platz haben darf.



Die Unterbrechung ist als eigener Zustand gestaltet, nicht als Abbruch. „Ich wurde unterbrochen“ steht als Schaltfläche im aktiven MOMent — noch bevor etwas dazwischenkommt.
Abschluss
Zum Schluss zählt die Zeit, die tatsächlich vergangen ist.
Der Abschluss nennt die wirklich gelaufene Dauer, nicht die geplante. Auch eine unterbrochene Auszeit bleibt damit ein Moment, der stattgefunden hat.

Marke und Interface
Eine ruhige visuelle Sprache.
Warme Creme-, Sand- und Taupetöne bilden die helle Grundlage. Deep Plum setzt Akzente bei wichtigen Aktionen und ausgewählten Zuständen. Fotografische Motive mit Fensterlicht, einer Tasse oder weichen Textilien stellen einen Bezug zum Alltag her.
Farbwelt der App
Typografie
Mehr MOMente für dich.
Playfair Display — Überschriften, MOMent-Namen, persönliche Aussagen
Was brauchst du gerade? · 5–10 Minuten · MOMent starten
Inter — Fließtext, Karten, Schaltflächen und Auswahlzeilen
Alltag hell, MOMent dunkel.
Die App bleibt überwiegend hell. Im aktiven MOMent wechselt sie zu einem dunklen Plum-Hintergrund. Eine langsam bewegte Lichtform begleitet den Timer und macht diesen Abschnitt auch visuell als Auszeit erkennbar.



Im Verlauf der Ausarbeitung
Zwischen Atmosphäre und Lesbarkeit.
Die fotografischen Flächen tragen die Stimmung der App. Genau dort wurde es an einigen Stellen schwierig, den Text noch gut zu erkennen.

Texte über Fotos waren an einigen Stellen schwer zu erkennen. Verläufe und Textflächen wurden daraufhin überarbeitet.
Die Beschriftungen der anklickbaren Karten wechselten zur serifenlosen Schrift. Die Serifenschrift bleibt den persönlichen Aussagen vorbehalten.
Bei den Bedürfniskarten wird das Verhältnis von sichtbarem Bild und lesbarer Textzone noch verfeinert.
Ein Prototyp, den man durchklicken kann.
Entstanden ist ein klickbarer Browser-Prototyp, der den Weg vom Onboarding über die Auswahl bis zum aktiven MOMent und seinem Abschluss abbildet. Favoriten, gespeicherte Einstellungen und Rückblicke ergänzen die zentrale Nutzung.


Zur Umsetzung
Die technische Umsetzung wurde mit KI-Unterstützung entwickelt; auch die Bildmotive wurden mit KI erzeugt. Empfehlungen funktionieren im Prototyp regelbasiert, Einstellungen werden lokal gespeichert. Es gibt keine KI-Auswertung, kein Konto und kein Backend. Wearable-Anbindung und Benachrichtigungen sind als Demo angelegt und im Prototyp als solche gekennzeichnet.
Was offen bleibt
MOMent zeigt, wie aus einer persönlichen Alltagserfahrung ein Produktkonzept mit einer dazu passenden Gestaltung entstehen kann. Ob die Benutzerführung tatsächlich als einfach empfunden wird und die Vorschläge im Alltag helfen, ist noch nicht durch Nutzungstests belegt.
Als nächsten Schritt würde ich deshalb mit Müttern prüfen, wie sie passende Momente finden, welche gemeinsamen Ideen für sie funktionieren und ob sich die App dabei als Unterstützung anfühlt.
